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Feuerwehr-Ausbildungsdienst: Gasbrandbekämpfung unter realistischen Bedingungen

Einsatzkräfte bilden sich für den Ernstfall fort

(Sarstedt, 18. März 2025) 22 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren Leeseringen, Estorf, Schessinghausen und Steimbke nahmen an einem anspruchsvollen Ausbildungsdienst zur Gasbrandbekämpfung teil. Die Schulung fand auf dem Gelände des Energieversorgers Avacon Netz GmbH in Sarstedt statt. Dort steht eine moderne Übungsanlage zur Verfügung, in der realistische Gasbrände in einer Baugrube simuliert werden können.

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Mit mehreren Pulverlöschern werden die Flammen durch die ­Einsatzkräfte bekämpft. Bild: Jan Habermann, Feuerwehr-Pressesprecher der SG Mittelweser

Zu Beginn der Fortbildung erhielten die Teilnehmenden eine theoretische Einweisung zu den Gefahren und Eigenschaften von Gas sowie zu den anliegenden Drücken im Versorgungsnetz, das mit einem Druck von bis zu 700 mbar betrieben wird. Anschließend wurde demonstriert, welche Auswirkungen ein Gasbrand bei verschiedenen Leitungsdrücken hat. Besonders eindrucksvoll waren die Flammenhöhen und die enorme Lautstärke des austretenden Gases bei Drücken von 300, 500, 700 mbar und einem bar. Diese Vorführung verdeutlichte die Gefahr, die von Gasbränden ausgehen kann.

Im praktischen Teil der Ausbildung lag der Fokus auf der effizienten Bekämpfung von Gasbränden. Hierbei kam Löschpulver aus Feuerlöschern zum Einsatz, da Wasser oder andere Löschmittel aus physikalischen und chemischen Gründen ungeeignet sind. Die Feuerwehrleute gingen in Teams an die Grube heran und löschten die Flammen unter realitätsnahen Bedingungen. Alle Teilnehmenden waren von den praxisnahen Übungen begeistert und konnten wertvolle Erfahrungen sammeln.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde eine Nachbesprechung bei Würstchen und kühlen Getränken durchgeführt. Ein besonderer Dank gilt der Avacon Netz GmbH, die diese realistische und lehrreiche Übung ermöglicht hat.

Mit dieser realitätsnahen Ausbildung sind die Feuerwehrkräfte der teilnehmenden Wehren nun noch besser auf den Ernstfall vorbereitet.

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Mehrere Meter hoch lodern die Flammen eines Gasbrandes, wenn an einer Versorgungsleitung ein Feuer ausbricht. Feuerwehr-Pressesprecher der SG Mittelweser

Hinweise zum Verhalten bei Gasaustritt:

Im Freien: Sollte eine Gasleitung beschädigt werden, ist unverzüglich die Störungsnummer des Energieversorgers zu kontaktieren. Wenn diese nicht zur Hand ist, sollte der Notruf 112 gewählt werden. Zudem sollten umliegende Häuser evakuiert und Personen gewarnt werden. Es ist wichtig, die Leitung nicht eigenmächtig abzusperren, sondern auf den Energieversorger oder die Feuerwehr zu warten. Sollte bereits ein Feuer entstanden sein, sollte dieses brennen gelassen werden, sofern keine unmittelbare Gefahr für Personen oder Gebäude besteht. Ein bereits brennendes Gasleck stellt keine Explosionsgefahr mehr dar, wohingegen nicht brennendes, unkontrolliert ausströmendes Gas zu einer sehr hohen Explosionsgefahr führt.

Bei Gasgeruch im Gebäude sollte unverzüglich die Hauptabsperreinrichtung vor dem Zähler durch einen Hausbewohner geschlossen werden, sofern dieses ohne sich selbst in Gefahr zu bringen möglich ist. Auch hier ist der Energieversorger umgehend zu kontaktieren.

Jan Habermann, Feuerwehr-Pressesprecher der SG Mittelweser, 21. März 2025

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